Kultur und Freizeit

Prof. Rudolf Zießler verstorben

Gotha trauert um einen großartigen Freund seiner Denkmale

„Ich habe Prof. Rudolf Zießler so viel zu verdanken, dass ich meine Trauer und tiefe Anteilnahme kaum in Sätze fassen kann“ waren die ersten Worte von Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch, als er am 2. Januar 2016  im Thüringen-Journal des MDR die Nachricht vom Tod des Neudietendorfers Rudolf Zießler hörte.

 

Als Landeskonservator Thüringens hat sich Prof. Rudolf Zießler um die Thüringer Denkmallandschaft bleibende Verdienste erworben. In vielen Städten und Gemeinden befinden sich Bauwerke, die ihre Erhaltung der klugen und schnellen Entscheidung von Prof. Zießler zu verdanken haben. Die erste grundlegende Sanierung des Ekhoftheaters zu Gotha und dessen originalgetreue Erhaltung haben die Stadt Gotha und die Stiftung Schloss Friedenstein dem Handeln von Prof. Zießler zu verdanken. Über den Kraftakt der Sanierung und Restaurierung ist sogar eine Festschrift erschienen. Ein zweites großartiges Baudenkmal in Gotha ist aber auch das Münzkabinett in der Universitäts- und  Forschungsbibliothek, welches nach seiner Sanierung zu den prächtigsten Münzkabinetten der Welt gehört. Die Bedeutung Gothas und seines Schlosses Friedenstein lag Prof. Rudolf Zießler in mehr als vier Jahrzehnten Einsatz für den Denkmalschutz ganz besonders am Herzen.

 

„Wenn ich über Prof. Zießler spreche, muss ich immer an meine Zeit in Wechmar denken. Er kam im September 1998 in den Bach-Stammort und  hatte erfahren, dass es einen Verein gibt, der sich für die Sanierung eines alten Herrenhauses engagiert. Eines Hauses, das er sehr schätzte, wegen eines verborgenen Schatzes. Als 1974 die Besitzer in den Westen gingen und das Haus zum Neubau von Einfamilienhäusern abgerissen werden sollte, stellte Rudolf Zießler den Rittersaal zu Wechmar unter Denkmalschutz und verhinderte so den Abriss. Als er 1998 sah, wie sich der Wechmarer Heimatverein um die Erhaltung des Hauses bemühte, besorgte er 400.000 DM für die Sanierung des Rokokosaales, besprach mit den Restaurierungsfirmen die Arbeiten und erreichte letztlich, dass für 241.000 DM der schönste Rokokosaal Mitteldeutschlands im Landhaus Studnitz saniert werden konnte. Die Einweihung des Saales 1999 und der Wiederaufbau des Hauses 2001 waren für ihn Sternstunden der Denkmalpflege“, so der heutige Gothaer Oberbürgermeister in Erinnerung an einer wunderbaren klug handelnden Denkmalpfleger.

 

Wer das Ekhoftheater oder das Münzkabinett in  Gotha aber auch das Landhaus Studnitz in Wechmar besucht, wird immer an das Wirken von Prof. Rudolf Zießler erinnert werden. Ein schöneres Denkmal kann ein Leben nicht erhalten.

 

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