SCIENCE CITY JENA EMPFÄNGT SAAR-PFALZ BRAVES
Mutige Gäste
Am kommenden Samstag müssen sich die Jenaer Basketballer erneut mit einem Team messen, das derzeit am unteren Ende der Tabelle festsitzt. Nach der Niederlage beim Schlusslicht in Leitershofen wollen die Thüringer nun gegen den Vorletzten, die Saar-Pfalz Braves, Wiedergutmachung leisten und die nächsten Saisonpunkte erbeuten.
Die Saarländer, die am letzten Wochenende vor heimischer Kulisse ihren ersten Sieg des Jahres feiern konnten, werden nach diesem Triumph über den Nürnberger BC allerdings mit neuem Selbstvertrauen in Lobeda-West auflaufen und sind daher keinesfalls zu unterschätzen.
Der 2011 vom BBL-Aufsteiger Würzburg zu den Braves gewechselte Shooting Guard Lee Jeka, der mit durchschnittlich 15 Punkten und fünf Assists effizientester Akteur im Team der Gäste ist, hielt die Science City-Männer schon im Hinspiel mächtig auf Trab. Mit 20 Zählern trug er am achten Spieltag maßgeblich zum knappen 82:80-Heimerfolg der Pfälzer bei. Damals noch nicht dabei waren die Amerikaner Nicholas Okorie (14 Punkte) und Babatunde Alawoya (10 Pkt., 9 Reb.) – beide haben die Homburger in der Winterpause nachverpflichten können. Auch den Platz auf dem Trainerstuhl nimmt seit Januar ein anderer ein: So hat mittlerweile Marco Amelow die Nachfolge vom einstigen Chefcoach Nenad Josipovic angetreten, um die Männer aus dem Saarland vor dem möglichen Abstieg zu bewahren.
Weitere Leistungsträger im Saar-Pfalz-Kader sind die Deutschen Kosta Karamatskos (9 Pkt.), welcher beim Sieg über den NBC mit 22 Zählern glänzte, und Mirko Damjanovic (8 Pkt.) sowie Center Travis Reed (8 Pkt.). U22-Nationalspieler Erik Land (7 Pkt., 4 Reb.), der von den Brose Baskets aus Bamberg zu den Barves kam und der ehemalige Jenaer Sportgymnasiast Robert Cardenas (5 Pkt.) komplettieren die Rotation.
Die Hightowers wissen, dass sie sich am Sonnabend nicht von der Papierform täuschen lassen dürfen, denn schließlich unterlagen sie den Braves in der Hinrunde – wenn auch etwas unglücklich mit lediglich zwei Zählern. Falls Jeremy Black, der im Sportzentrum Homburg-Erbach überragende 25 Punkte und 16 Rebounds markierte, an seine Vorleistungen anknüpfen kann, könnte das der ausschlaggebende Faktor in der Partie werden. Besonders da der Einsatz von Spielmacher Kenny Barker, der wegen seiner anhaltenden Schulterverletzung bis mindestens Donnerstag nicht am Training teilnehmen kann, noch unsicher ist.
Anders als ihre Gäste setzen die Jenaer nicht auf Neueinkäufe: „Unser Youngster Jakob Krumbeck ist wieder zurück und Johannes Voigtmann wird immer stärker – wir hoffen, dass sich unser Vertrauen in die Entwicklung der Jugendlichen auszahlt und deshalb gibt es auch keine Nachverpflichtungen zum Erreichen der Play-Offs“, sagte Headcoach Georg Eichler in dieser Woche. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich eventuell bereits am Wochenende zeigen – Sprungball ist wie gewohnt um 19 Uhr.
Franziska Staupendahl


