Wirtschaft & Soziales

IRRWEGE DER MODERNE IM FOKUS KRITISCHEN DENKENS

Der kanadische Philosoph Charles Taylor ist neuer Schiller-Professor der Universität Jena

Charles Taylor sucht nach den „Quellen des Selbst“, weil er der Ansicht ist, deren Leugnung sei für Fehlentwicklungen der Moderne verantwortlich. Es könne nicht sein – so der kanadische Politikwissenschaftler und Philosoph –, dass eine neutrale Vernunft am Anfang der Moderne steht. Vielmehr müsse von einer ethischen Idee ausgegangen werden.

Der streitbare Denker Taylor ist neuer Schiller-Professor der Universität Jena. Er folgt dem Ruf des Forschungszentrums „Laboratorium Aufklärung“, das Jahr für Jahr einen Gelehrten von Weltruf nach Jena einlädt. Außerdem ist Charles Taylor Fellow der sozialwissenschaftlichen Kolleg-Forschergruppe „Postwachstumsgesellschaften“, die an der Friedrich-Schiller-Universität Jena beheimatet ist und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Charles Taylor, geboren 1931 in Montreal, begann seine akademische Karriere an der McGill University und der Université de Montréal. In den Jahren 1976 bis 1981 lehrte er Soziale und Politische Theorie an der Universität Oxford, danach kehrte er nach Montréal zurück. Im Jahr 2002 wurde Taylor zum Professor für Recht und Philosophie an der Northwestern University in Evanston (Illinois) ernannt. Außerdem nahm Charles Taylor immer wieder Gastprofessuren an. So lehrte er u. a. in Frankfurt/M., Berkeley, Princeton, Delhi und Tübingen sowie an der Hebrew University in Jerusalem. 1997 erhielt Charles Taylor den Hegel-Preis, 2007 wurde er mit dem Templeton-Preis ausgezeichnet und im Jahr darauf erhielt er den Kyoto-Preis.

Immer wieder erregte Taylor durch seine Schriften weltweite Aufmerksamkeit. Am Anfang steht seine Dissertation mit dem Titel „The Explanation of Behaviour“, gefolgt von Studien, die als „Philosophical Papers“ veröffentlicht werden. Große Beachtung findet zudem die Hegel-Monografie von 1975, die das Hegel-Revival im angelsächsischen Raum entscheidend angestoßen hat. Mit „Sources of the Self“ (dt. „Quellen des Selbst“) erscheint 1989 ein Buch, in dem Taylor die Idee des atomisierten Individuums, das seine Verwurzelung in solidarischen Gemeinschaften und wertestiftenden Traditionen vergisst, als ein Missverständnis der Moderne über ihre eigenen Grundlagen bezeichnet. Taylor fordert stattdessen eine Rückbesinnung auf Werte wie Gemeinsinn und Solidarität. Weltweites Aufsehen erregt Charles Taylor derzeit mit seinem neuen großen Buch „A Secular Age“ (dt. „Ein säkulares Zeitalter“), in dem es um ein neues Verständnis der Bedingungen und Konsequenzen des Glaubens und Nicht-Glaubens in der Moderne geht.

Für die Wissenschaftler am Forschungszentrum „Laboratorium Aufklärung“ ist Taylor ein wertvoller Gesprächspartner, weil er soziologisch, philosophisch und politisch wichtige Fragen und Problemfelder der säkularisierten Moderne aufgreift und diskutiert, dabei aber häufig den Rückbezug zur Aufklärung und zur Romantik anbietet, um Erklärungs- oder Entstehungsmuster zu verdeutlichen.

Öffentliche Vorträge in Jena

In Jena hält Charles Taylor am Dienstag (24. April) um 18 Uhr in der Aula der Universität (Fürstengraben 1) einen ersten Vortrag mit dem Titel „Aufklärung und Säkularisierung“. Im Anschluss wird ihm die Schiller-Professur 2012 offiziell verliehen, ein festlicher Empfang rundet den Abend ab. Der Vortrag ist öffentlich, der Eintritt frei.

Weitere Vorträge folgen am Donnerstag (3. Mai) um 18 Uhr im großen Rosensaal (Fürstengraben 27) über „Disenchantment und Re-Enchantment“. Am Dienstag (8. Mai) spricht Taylor über „Meaning, Language and the Romantic Tradition“ ab 18 Uhr im Saal der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek. Eine Woche später folgt am Dienstag (15. Mai) um 18 Uhr der Vortrag „Is There Really Progress?“ im großen Rosensaal (Fürstengraben 27). Diese Vorträge – in englischer Sprache – sind ebenfalls für die interessierte Öffentlichkeit bestimmt.

Während seines Jena-Aufenthalts leitet Charles Taylor zudem zwei Doktorandenkolloquien und einen Workshop. Zu diesen Veranstaltungen sind noch Anmeldungen möglich.

Weitere Informationen unter: http://www.fzla.uni-jena.de/Forschungskolleg/Schiller_Professur.html.

Kontakt:

Dr. Katharina Held

Forschungszentrum „Laboratorium Aufklärung“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jenergasse 8 (Accouchierhaus)

07743 Jena

Tel.: 03641 / 944971

E-Mail: k.held@uni-jena.de


Der Deutsche Engagementpreis

Thüringer Nominierte brauchen Stimmen

Gera/Jena/SHK.- Das Bundesfamilienministerium zeichnet mit seinen Förderpartnern seit 2009 Einzelpersonen, Initiativen, Organisationen und Unternehmen aus, die sich vorbildlich für das Gemeinwohl einsetzen. Mit dabei sind dieses Jahr auch zwei Nominierte aus dem Wahlkreis von Bundestagsabgeordneten Albert H. Weiler (CDU). Neben [...]

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Publiziert am: Mittwoch, 21. September 2016 um 9:41 Uhr

Für würdevolle Ablenkungen und ein Lächeln

Spendenaktion für Jenaer Palliativstation zum 20. Jubiläum der Colandis Kahla erbrachte 1.520 Euro

Das prall gefüllte Spenden-Schwein mit 1.520 Euro übergab Colandis-Geschäftsführerin Ina Henze-Ludwig kürzlich außer der Reihe in der Palliativstation an Vereinsvorsitzenden Marcus Komann. Anlässlich des 20. Gründungsjubiläums des Unternehmens, dessen komplette Reinräume und entsprechende Komponenten für reine Luft in den Produktionsstätten verschiedenster Branchen sorgen, warb das 24-köpfige Team 1.520 Euro nicht nur von den Gratulanten mit der Idee und dem Aufruf für „Spenden anstelle vergänglicher Blumen“ ein.

Für würdevolle Ablenkungen

Spendenaktion für Jenaer Palliativstation zum 20. Jubiläum der Colandis Kahla erbrachte 1.520 Euro

Im Geben offenbart sich die wahre Größe von Unternehmern. Und so teilt die Kahlaer Colandis GmbH ununterbrochen regelmäßig seit nunmehr fünf Jahren seine Geschäftserfolge mit der Gesellschaft unter anderem in Form großzügiger Spenden an den Förderverein Palliativmedizin Jena e. V. Mit einem prall gefüllten Spenden-Schwein kam hierfür Colandis-Geschäftsführerin Ina Henze-Ludwig kürzlich außer der Reihe in die Palliativstation zu Chefarzt Professor Winfried Meißner und Vereinsvorsitzenden Marcus Komann. Anlässlich des 20. Gründungsjubiläums des Unternehmens, dessen komplette Reinräume und entsprechende Komponenten für reine Luft in den Produktionsstätten verschiedenster Branchen sorgen, warb das 24-köpfige Team 1.520 Euro nicht nur von den Gratulanten mit der Idee und dem Aufruf für „Spenden anstelle vergänglicher Blumen“ ein.

Mit seinem hellen und farbenfrohen Ambiente hebt sich die Palliativstation doch etwas von den anderen modernen Stationen der Universitätsklinik in Jena-Lobeda ab. Kunstwerke ständig wechselnder Ausstellungen verzieren die Wände und lockern die einladenden Sitzmöbel in den Gesprächszonen zusätzlich auf. Von hier und ebenso auch aus den Patientenzimmern sowie von der holzbeplankten Terrasse vor dem zweistöckigen Halbrundbau eröffnet sich ein unverstellter Blick in das ruhige Grün der Wiese und auf den Hang bis

Im Geben offenbart sich die wahre Größe von Unternehmern. Und so teilt die Kahlaer Colandis GmbH ununterbrochen regelmäßig seit nunmehr fünf Jahren seine Geschäftserfolge mit der Gesellschaft unter anderem in Form großzügiger Spenden an den Förderverein Palliativmedizin Jena e. V. [...]

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Publiziert am: Dienstag, 20. September 2016 um 17:17 Uhr

13 Absolventen schließen berufsbegleitende Pflege-Ausbildung am Universitätsklinikum Jena ab

Vom Helfer zum Pfleger

Nach der berufsbegleitenden Pflegeausbildung sind die 13 Absolventen nun als Gesundheits- und Krankenpfleger am UKJ im Einsatz. (Foto: UKJ/Szabó)

Jena (ukj/me). Michael Jennrich und Christian Weiß wollten nicht mehr nur die Pflegefachkräfte unterstützen, sondern sich weiterentwickeln und selbst pflegerisch am Universitätsklinikum Jena (UKJ) tätig werden. Sie nahmen im September 2012 die Chance wahr, neben ihrem Alltag als Krankenpflegehelfer eine [...]

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Publiziert am: Montag, 19. September 2016 um 13:23 Uhr

…und trotzdem nicht ins Wasser gefallen!

Regenpremiere nach 12 Jahren Freiwilligentag

abenteuerspielplatz_juliabarthel

Zum 12. Mal fand am Samstag in Jena der Freiwilligentag statt. Trotz Dauerregen krempelten sich über 320 freiwillige Helferinnen und Helfer zwischen 1,5 und 74-Jahren die Ärmel hoch und haben sich an diesem Tag Zeit genommen, um sich in mehr [...]

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Publiziert am: Montag, 19. September 2016 um 11:31 Uhr

Die Johanniter geben Tipps für die Sicherheit in der eigenen Wohnung

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Mit dem Alter wächst oft die Sorge, sich im eigenen Zuhause nicht mehr sicher zu fühlen. Dabei wünschen sich die meisten Menschen, bis ins hohe Alter selbstständig in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu leben. Die Johanniter geben Tipps, um das [...]

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Publiziert am: Freitag, 16. September 2016 um 9:28 Uhr

Experten und Azubis informieren über aktuelle Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten am Thüringer Universitätsklinikum

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Publiziert am: Donnerstag, 15. September 2016 um 15:20 Uhr

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Publiziert am: Mittwoch, 14. September 2016 um 16:35 Uhr

Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha veranstaltet wieder Wunschzettelbaumaktion

„Wir freuen uns, in diesem Jahr wieder dabei zu sein!“

Für Andrea Schwalbe, die Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Gotha, war die Zusage zur Teilnahme an der Aktion „eine Selbstverständlichkeit. Dieses Projekt ist wichtig für den Landkreis Gotha – und deshalb freuen wir uns, auch in diesem Jahr dabei sein zu dürfen.“ [...]

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Publiziert am: Mittwoch, 14. September 2016 um 9:57 Uhr

„24 Neue“

Ausbildungsstart bei der Stadt Jena

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Das neue Ausbildungsjahr bei der Stadtverwaltung und in den kommunalen Eigenbetrieben wurde heute, am Donnerstag, 1. September, im Plenarsaal des Rathauses feierlich eröffnet. Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter begrüßte die Neuen in der Verwaltung und in den Eigenbetrieben. 24 neue Auszubildende, [...]

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Publiziert am: Donnerstag, 1. September 2016 um 16:00 Uhr