Sport im Landkreis

Zuschauer-Saison-Rekord in der 2. Basketball-Bundesliga ProA

Rockets „stealen“ NINERS die X-Mas-Show

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Das Beste kam einmal mehr zum Schluss: wobei das Beste in diesem Jahr sogar noch besser war als 2014. Denn gestern Abend verfolgten mit 5261 Basketball-Fans ziemlich genau doppelt so viele Zuschauer das X-Mas-Game in Chemnitz zwischen den NINERS und den Oettinger Rockets wie im vergangenen Jahr. Gemeinsam sorgten sie bei der Premiere in der Arena Chemnitz für einen neuen Zuschauer-Saison-Rekord in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und vor allem für eine grandiose Stimmung, die locker das Niveau eines Top-Spiels der BEKO Basketball Bundesliga erreichte. Passend dazu präsentierten sich die Rockets und auch die 400 mitgereisten Fans von ihrer allerbesten Seite. Deshalb konnten am Ende alle zusammen und ausgelassener denn je einen souveränen Auswärtssieg feiern. Denn die Gothaer triumphierten in diesem denkwürdigen Spiel mit 79:62 (32:33).

Kein Wunder also, dass der Jubel keine Grenzen kannte. Spieler, Trainer, Betreuer und Fans lagen sich nach der Schlusssirene in den Armen. Letztlich zelebrierte ein restlos „BiGeistertes“ blaues Bündel die Humba in der Arena, bei der sich auch der verletzte Max DiLeo mit mehreren „Ausrufezeichen“ einbrachte. Auch deshalb kamen nicht wenige der Rockets-Anhänger zu dem Schluss: „Ein Auswärtssieg in so einer Atmosphäre: Da geht nichts drüber!“

Ähnlich sah das Rockets-Coach Chris Ensminger: „Das, was die Fans heute veranstaltet haben, war einfach super. Die Stimmung war fantastisch wie bei einem BBL-Spiel. Deshalb war es auch sehr wichtig für uns, dass wir den stürmischen Anfang der NINERS nicht nur gut überstanden haben, sondern bereits in dieser Phase auch immer wieder gute Antworten geben und die Partie offen halten konnten. Am Ende gab dann unsere starke Defense den Ausschlag. Mit ihr haben wir den Grundstein gelegt, um im vierten Viertel den letztlich entscheidenden 16:0-Lauf starten zu können.“

In der Tat war es bemerkenswert, wie konzentriert die Rockets im Chemnitzer Hexenkessel zu Werke gingen. Ein Spiegelbild dessen waren letztlich insgesamt 15 Steals (Bestwert für diese Saison / bis dato im Schnitt 5,9), mit denen die Rockets den NINERS den Schneid abkaufen und die X-Mas-Show stehlen konnten.

Wegweisend dafür war bereits Jordan Riewers Dreier, mit dem er die ersten Punkte die Partie markierte. Zwar konnte Gregory Logins postwendend ausgleichen (3:3 / 1.) – wenig später brachte Virgil Matthews die NINERS mit dem nächsten erfolgreichen Distanzwurf mit 10:4 (3.) in Führung. Doch das sollte schon der größte Vorsprung der Chemnitzer in diesem Spiel gewesen sein. Denn was auch immer die Hausherren in der ersten Halbzeit vorlegten – die Gäste hatten stets eine passende Antwort parat. In der stürmischen Anfangsphase war das zum Beispiel ein krachender Dunk von Joe Lawson (6:10 / 4.). Im Anschluss lieferten sich beide Seiten einen offenen Schlagabtausch mit hoher Intensität, bei dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Folge: Zur Pause hatten die NINERS mit 33:32 knapp die Nase vorne.

Nach dem Seitenwechsel zündeten die Rockets dann den Turbo. Innerhalb von knapp zweieinhalb Minuten legten sein einen 13:0-Lauf hin, zogen auf 44:33 (23.) davon und gaben die Führung in der Folge nicht mehr aus der Hand. Zwar kämpften sich die NINERS kurz vor Ende des dritten Abschnitts noch einmal auf 54:52 (30.) heran. Doch das vierte Viertel eröffneten die Rockets abermals mit einem Run: dieses Mal produzierten sie sogar 16 Punkte in Folge (70:52 / 36.) – die Entscheidung.

Dass Head Coach Chris Ensminger am Ende sehr zufrieden sein konnte, lag daran, dass sein Team in Chemnitz die beste Leistung gesamten Hinrunde gezeigt hat. Schließlich präsentierten sich die Rockets bei einer der heimstärksten Mannschaften der Liga sowohl in der Offense als auch vor allem in der Defense in bestechender Form: Sie leisteten sich keinen Durchhänger, glänzten mit unbändigem Einsatz, grandiosem Teamplay und vielen spektakulären Aktionen.

Top-Scorer der Gothaer war erneut Carlton Guyton. „Scootie“ präsentierte sich einmal mehr in prächtiger Spiellaune, sammelte insgesamt 17 Punkte und 7 Steals. Mit starken Werten wartete auch Joe Lawson auf: Der US-Amerikaner legte mit 15 Punkten und 11 Rebounds bereits sein drittes Double-Double in dieser Saison auf.

Ein Extra-Lob vom Trainer gab’s für Jeramie Woods. Er stand erneut in der Starting Five, versenkte in der entscheidenden Phase zwei wichtige Dreier und zeigte auch an der Freiwurflinie keine Nerven (2 von 2). Indes wurde Jordan Riewer von den Gastgebern unmittelbar nach der Schlusssirene zum wertvollsten Spieler der Begegnung gekürt.

Kurzum: Für die Rockets gab es in Chemnitz erneut mehr als einen guten Grund zu feiern!

NINERS Chemnitz – Oettinger Rockets Gotha 62:79 (33:32)

Viertel: 21:17 / 12:15 (33:32) / 19:24 (52:56) / 10:23 (62:79)

NINERS Chemnitz: Matthews (33:15 Minuten / 18 Punkte / 5 Assists / 4 Rebounds), Fluellen (2:36 / 0 / 1 / 1), Mixich (22:49 / 2 / 4 / 2), Richter (7:33), Seiferth (21:42 / 2 / 0 / 7), Cardenas (15:35 / 2 / 0 / 1), Bellscheidt (15:41 / 7 / 1 / 6), Buss (31:08 / 6 / 0 / 6), Buscheck (nicht eingesetzt), Wiggins (19:49 / 16 / 1 / 1), Logins (29:52 / 9 / 2 / 3)

Oettinger Rockets Gotha: Guyton (24:47 Minuten / 17 Punkte / 3 Assists / 4 Rebounds), Riewer (27:26 / 11 / 2 / 0), Razis (24:09 / 9 / 4 / 1), Durant (3:16), Lodders (7:43), Woods (17:09 / 8 / 1 / 6), Johnson (29:50 / 10 / 0 / 7), Lawson (28:06 / 15 / 0 / 11), Völler (16:06 / 6 / 2 / 1), Gomila (21:50 / 3 / 1 / 2)

Zweier Chemnitz: 16 von 37 (43 Prozent)
Zweier Gotha: 22 von 35 (63 Prozent)

Dreier Chemnitz: 5 von 14 (36 Prozent)
Dreier Gotha: 8 von 24 (33 Prozent)

Freiwürfe Chemnitz: 15 von 22 (68 Prozent)
Freiwürfe Gotha: 11 von 16 (69 Prozent)

Rebounds Chemnitz: 31 (8 Offense / 23 Defense)
Rebounds Gotha: 33 (9 / 24)

Assists Chemnitz: 14
Assists Gotha: 13

Ballverluste Chemnitz: 17
Ballverluste Gotha: 14

Ballgewinne Chemnitz: 7
Ballgewinne Gotha: 15

Zuschauer: 5261 (Saison-Rekord für 2. Basketball-Bundesliga ProA)

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